Arbeitsrecht

Arbeitsrecht · 30. September 2022
Der gesetzliche Urlaub verfällt eigentlich mit Jahresende, oft erst zum 31.03. des nächsten Jahres und bei dauernder Arbeitsunfähigkeit nach 15 Monaten. An diese Regeln haben sich inzwischen die meisten Menschen gewöhnt. Was aber, wenn der Arbeitgeber im laufenden Urlaubsjahr den Arbeitnehmer nicht darauf hingewiesen hat, dass er noch offene Urlaubsansprüche hat? Dann bleibt der Urlaub bestehen - hat das Bundesarbeitsgericht seit 2018 entschieden. Diese Regel soll jetzt auch für die...

Arbeitsrecht · 17. August 2022
Nein, leider gibt es keinen Anspruch auf bezahlten oder unbezahlten Sonderurlaub vom Chef bei der Einschulung des Kindes. Es bleibt nur: Urlaub rechtzeitig einreichen oder ein Zeitguthaben „abfeiern“. Eine andere Individualabsprache zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist natürlich möglich.

Arbeitsrecht · 05. August 2022
Der FC Bayern München zahlt unglaubliche 67 Mio. € als Ablöse für den Spieler de Ligt - angesichts des Fachkräftemangels stellt sich zum heutigen Bundesligastart die Frage, ob auch ein Arbeitgeber von dem neuen Chef eine Transfersumme verlangen kann, wenn ein Arbeitnehmer wechselt. Wesentlicher Grund für die Zahlung einer Ablöse ist die ausgeschlossene fristgemäße Kündigungsmöglichkeit des Vertragsverhältnisses. Da würden sich die Verträge von Profi-Fußballer und Arbeitnehmer...

Arbeitsrecht · 15. Juli 2022
mit dem neuen Arbeitgebernachweis. Denn das Nachweisgesetz wurde geändert und für alle ab dem 01.08.2022 neu eingestellten Arbeitnehmer - auch 450-Euro-Kräfte oder vorübergehende Aushilfen - am ersten Arbeitstag innerhalb kurzer Frist von 7 Tagen ein langer, individueller Informationskatalog zum Arbeitsverhältnis schriftlich, d.h. Auf Papier und mit Unterschrift zu übergeben ist. Details finden sich in § 2 Nachweisgesetz. Dieser Nachweis ersetzt aber nicht den Arbeitsvertrag! Verstöße...

Arbeitsrecht · 14. April 2022
Nach § 2 des Sonn- und Feiertagsgesetzes Schleswig-Holstein sind Oster- und Pfingstsonntag keine gesetzlichen Feiertage. Das widerspricht bestimmt der ersten Annahme eines jeden, denn schließlich sind es sehr hohe christliche Feiertage. Das Gesetz ist aber einschlägig, wenn es um die Bestimmung der Zuschläge geht. Es fallen dann für die genannten Tage die Sonntagszuschläge an. Etwas anderes gilt dann, wenn z.B. in Arbeitsverträgen formuliert ist „Zuschläge gibt es für hohe Feiertage...

Arbeitsrecht · 05. April 2022
Das Arbeitsgericht Elmshorn bietet bei Sonne und blauem Himmel einen wunderschönen Ausblick - hier Richtung Wittenberger Straße (B 431). Der Ausblick von letztem Monat zeigt strahlendes Frühlingswetter - das hätten wir jetzt gerne bitte wieder zurück…

Arbeitsrecht · 17. März 2022
Wer Flüchtlinge aus der Ukraine als Arbeitnehmer in seinem Unternehmen beschäftigen möchte, sollte vorher einen Blick in den Aufenthaltstitel nach § 24 AufenthG werfen, der als Nebenbestimmung die Erlaubnis einer Beschäftigung enthalten kann. Das Bundesinnenministerium hat die dringende Empfehlung an die Länder gegeben, diese Erlaubnis zu erteilen. Ist sie enthalten kann sofort ein Arbeitsverhältnis begründet werden. Nur ein Aufenthaltstitel alleine ohne diese Erlaubnis reicht jedoch...

Arbeitsrecht · 02. November 2021
Was macht eigentlich einen Fachanwalt aus“ fragte mich heute morgen ein Mandant. Eine Fachanwaltschaft ist eine nachgewiesene Spezialkenntnis in diesem Rechtsgebiet - verliehen von der Rechtsanwaltskammer nach ausführlicher Prüfung in Theorie und Praxis. Neben 120 Stunden Fortbildung mit anspruchsvoller Abschlussprüfung müssen im Arbeitsrecht mindestens 100 Arbeitsrechts-Fälle in den drei zurückliegenden Jahren nachgewiesen werden, die Hälfte muss dabei vor Gericht verhandelt worden...

Arbeitsrecht · 18. Oktober 2021
Was passiert, wenn sich Arbeitnehmer in einem privaten WhatsApp-Chat herabwürdigend über den Arbeitgeber und sein Geschäftsfeld äußern - damit beschäftigte sich das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg mit einem Urteil vom 19.07.2021. Drei Mitarbeiter hatten einen privaten Chat auf ihren privaten Handys und äußerten sich zwar extrem negativ und menschenverachtend, aber ausdrücklich vertraulich. Die Inhalte sollten nicht weitergegeben werden. Das Gericht entschied, dass keine...

Arbeitsrecht · 20. August 2021
Wer heimlich ein Gespräch mit seinem Vorgesetzten mit seinem Handy aufzeichnet riskiert eine fristlose oder auch fristgemäße Kündigung seines Arbeitsverhältnisses. Das Smartphone ist heute zwar überall dabei, aber eine verdeckte Aufnahme ist nicht nur eine Straftat, sondern auch eine Pflichtverletzung im Arbeitsverhältnis. Eine vorheriges „schwieriges“ Verhalten des Arbeitgebers ist keine automatische Rechtfertigung für den Arbeitnehmer. Und auch als Beweismittel kann diese Aufnahme...

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